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Gut zu wissen


Mit 1 kWh Strom können Sie:

  • 70 Tassen Kaffe kochen oder
  • 7 Stunden fernsehen oder
  • 90 Stunden Licht mit einer Stromsparlampe (11W) erzeugen

Der durchschnittliche Energie­verbrauch eines vier Personen–Haus­halts beträgt im Jahr ca. 5'500 kWh

Was ist Photovoltaik/Solarstrom?

Solarstrom nennt man den Strom, der durch den photo­voltaischen Effekt in Solar­zellen erzeugt wird. Der Fachb­egriff Photo­voltaik (griechisch: Photo = Licht und Volt = Mass­einheit für elektrische Spannung) steht für die Technik, mit deren Hilfe Sonnen­ener­gie direkt in elektrischen Gleich­strom umgewandelt wird (Abkürzung: PV).

Woraus besteht eine Solarstrom-Anlage?

Zentrales Element einer Solar­strom-Anlage ist das Photo­voltaik-Modul, in dem eine Anzahl Solar­zellen miteinander in Serie geschaltet sind. Mehrere miteinander parallel geschaltete Module bilden den Generator. Der von den Zellen produzierte Gleich­strom wird in den Wechsel­richter geführt, wo die Um­wan­dlung in netz­konformen Wechsel­strom (230 V) erfolgt. Bei einer Netz­verbund­anlage wird dieser Strom an­schliessend ins öffentliche Strom­netz via einen Zähler einge­spiesen. Bei einer Insel­anlage ohne Verbindung zum öffentlichen Netz wird der Strom hingegen in einer Batterie gespeichert und bei Bedarf von dort wieder bezogen.

Was sind Solarzellen?

Bei Solarzellen handelt es sich üblicherweise um dünne Scheiben aus Silizium. Durch gezielte Verun­reinigung des reinen Siliziums mit Fremd­atomen erhält man eine negativ leitende Schicht und eine positiv leitende Schicht. In der Übergangs­zone zwischen den beiden Schichten entsteht ein elektrisches Feld. Auf der Ober­seite der Solar­zelle befinden sich finger­förmige Front­kontakte, der Rück­seiten­kontakt dagegen besteht aus einer durch­gehenden Metall­fläche.

Wie entsteht in einer Solarzelle aus Sonnenlicht Strom?

Fällt Licht auf die Solarzelle, werden im Silizium Elektronen und Löcher (sog. Defekt­elektronen) erzeugt und durch das elektrische Feld getrennt. Die Elektronen werden dem Minuspol und die Defekt­elektronen dem Plus­pol zugeführt. Verbindet man die Kontakte über einen elektrischen Ver­braucher wie z.B. einem Kühl­schrank, so wandern die Elektronen über den äusseren Strom­kreis zum Plus­pol zurück - es fliesst elektrischer Gleich­strom.

Was ist ein Wechselrichter?

Er wandelt die vom Generator kommende Gleich­spannung in Wechsel­spannung um, synchronisiert die Frequenz mit der des öffentlichen Strom­netzes, besitzt Über­wachungs­ein­richtungen zur Trennung vom Netz bei Störungen und dient als Datenl­ieferant.

Wo kann ich eine Solarstromanlage aufbauen? Wieviel Platz wird benötigt?

Grundsätzlich können PV-Anlagen überall dort installiert werden, wo aus­reichend Licht hinfällt. Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Eine Ab­weichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 25° und 60° verringern den Energie­ertrag nur geringfügig. Ver­schattungen durch Bäume, Nachba­rhäuser u. ä. sollten allerdings vermieden werden. 1 kWp installierte Leistung benötigen knapp 10 m2 Fläche.

Wie viel Energie produziert eine Solarstrom-Anlage?

Als Faustregel gilt in unseren Breiten­graden ein Energieertrag von 800 bis 1000 kWh pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr. Eine 3-kWp-Anlage produziert ungefähr den jährlichen Strom­bedarf eines 3- bis 4-Personen-Haushalts mit massvollem Stromverbrauch.

Welche Lebensdauer hat eine PV-Anlage?

Die Modulhersteller geben Garantien zwischen 10 und 25 Jahren. Die durch­schnittliche Lebens­dauer liegt bei 30-40 Jahren. Generell ist eine PV-Anlage sehr wartungs- und störungsarm.

Ich habe gehört, dass Solarmodule zu Ihrer Herstellung mehr Energie benötigen, als sie jemals erzeugen können.

Dieses Gerücht hält sich seit den Anfängen der Photovoltaik in den 50er Jahren hartnäckig. Damals wurden Solar­module zur Strom­versorgung von Satelliten eingesetzt, wobei der Energie-Rück­lauf­zeit kein grosser Stellen­wert beigemessen wurde. Heute liegt diese je nach Technologie bei rund 3 Jahren, Tendenz sinkend. Bezogen auf die lange Lebens­dauer (s.o.) also ein ausgesprochen guter Wert. Übrigens: Es gibt Hersteller (z.B. RWE Schott Solar), die ihre Solar­module bereits mit Solar­strom produzieren.

Muss die Solarstromanlage regelmässig gereinigt werden?

Zum Glück nicht! Die für den Betrieb notwendige Reinigung erledigt hierzulande der Niederschlag.

Was ist mir der Statik?

In der Schweiz ist es gesetzlich geregelt, dass der Besitzer gemäss Privat­recht für sein Dach haftet. Bei kleineren und mittleren Anlagen­grössen ist dies meistens kein Problem. Es braucht sehr viel, bis ein Dach die Last der Sonnen­kollektoren nicht mehr aushält. Ein Dach­decker kann Ihnen aber sicher den Zustand des Daches abklären, für kleinere und mittlere Anlagen.

Für Grossanlagen ist es sinnvoll, die Statik abzuklären. Es macht daher Sinn, einen anerkannten Statiker herbei zu ziehen, um Gewissheit über die Statik zu haben.

Quelle: swissolar.ch

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